Vom 9. Februar bis 24. Juni diesen Jahres zeigt die Qatar Museums Authority (QMA) in den Hallen des Museum of Islamic Art in Doha Takashi Murakami’s Ego und präsentiert damit die erste Einzelausstellung des erfolgreichen Japaners in Nahost. Die Show schließt sich einer Reihe von vorausgehenden Retrospektiven – in Los Angeles und Versailles – an und bildet gleichzeitig den Abschluss dieser Ausstellungs-Trilogie. Mit über 60 Exponaten – darunter ein Zirkuszelt mit Filmvorführung und ein überlebensgroßes aufblasbares Abbild des Künstlers – wird ein Überblick Murakamis Arbeiten von 1997 bis heute präsentiert, der seinesgleichen sucht.
Dass sich die Ausstellungsinhalte durchaus auf den jeweiligen Ausstellungsort und besonders hier auf den kulturellen Kontext des streng islamischen Gastgeberlandes Qatar beziehen, zeigt das Fehlen der populären pornographischeren Exponate Murakamis, welche zwar mit Blick auf die westlich-amerikanische Sexobsession Sinn machen, im Nahen Osten aber keinen Bezugspunkt haben. Vielmehr geht Murakami in Qatar der Frage nach etwas verbindend Asiatischem nach und zeigt neben typisch Poppigem auch die Beschäftigung mit ernsthafteren Themen wie Natur, Religion und dem Zustand der zeitgenössischen Gesellschaft u.a. im Bezug auf Selbstwahrnehmung und Konsum.
Murakami zeigt mit Ego, dass die Sprache seiner Kunst international und interkulturell gültig ist – hübsch verpackt unter dem Deckmäntelchen des Kawaii.
All images © Takashi Murakami | via designboom




































