Art Infusion: Rebekah Bogard

Bereits vor einigen Wochen bin ich bei der Onlinerecherche zu zeitgenössischer Keramik (meine heimliche Liebe) auf die Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Rebekah Bogard gestoßen.

Während Hi-Fructose Bogards Keramiken als schlichtweg androgyn beschreibt, hat mir diese oberflächliche Interpretation nicht ausgereicht. So liegt der Fokus der Künstlerin doch – auch nach eigener Aussage – eindeutig auf dem weiblichen Aspekt der (teilweise männlichen) Figuren. Androgyn ja, aber auch bisweilen etwas schlüpfrig.
So unschuldig und vordergründig süß die Figuren auch zunächst wirken mögen, in jeder Darstelung findet sich doch Anspielung auf Sexuelles – sei es auf eine schüchterne oder eine forsche Art. Das Form- und Figurenrepertoire schöpft dabei aus Flora und Fauna, auf welche Bogard selbstbewusst die Thematiken von Romantik und Sexualität besetzt. Die Künstlerin betont mit ihren Arbeiten eine neue Weiblichkeit, spielt mit Gender und Rollenvorstellungen, mit Tabus und Stereotypen. Sie setzt auf eine Re-Kontextualisierung, auf Grenzverwischung zwischen den Geschlechtern, zwischen Naivität und Lust, Romantik und Forscherdrang – und präsentiert uns damit ein ziemlich sexy Œuvre.

Rebakah Bogard hat an der University of Wyoming und der University of Nevada Las Vegas studiert. Bis zum 10. Dezember sind einige ihrer Keramiken im Rahmen der Gruppenausstellung Uberyummy im Robert & Francis Fullarton Museum of Art in San Bernadino/CA zu sehen.

installation 2 Art Infusion: Rebekah Bogard

Bildschirmfoto 2012 12 02 um 17.35.56 Art Infusion: Rebekah Bogard

samlee 3 Art Infusion: Rebekah Bogard

sweet somethings 3 Art Infusion: Rebekah Bogard

love me love me not 11 Art Infusion: Rebekah Bogard

Bildschirmfoto 2012 12 02 um 17.36.24 Art Infusion: Rebekah Bogard

installation Art Infusion: Rebekah Bogard

love me love me not 3 Art Infusion: Rebekah Bogard

All images © Rebekah Bogard

Comments are closed.